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Gift - Hintergrundinfos und ein Interview zum Thema (keine Bilder)

Ein Text und Interview von Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-MailStefan Grothus

Das Töten von Streunertieren durch Vergiften ist an sich schon barbarisch, grausam und feige. Viel schlimmer ist, dass der Einsatz von Gift zur Beseitigung der Streuner in einigen südeuropäischen Ländern zur Tagesordnung gehört; Vergiftungen sind auch heutzutag leider noch immer normal in vielen Ländern.

Streunersterben

Die Vergiftung von streunenden Hunden und Katzen wird in südeuropischen Ländern üblicherweise mit frei verkäuflichen Pflanzenschutz- oder Unkrautvernichtungsmitteln vorgenommen. In der Regel wirken diese auf Basis von Organophosphaten und Cabamat. Diese Mittel werden deshalb zur Streunervernichtung eingesetzt, weil sie billig sind und weil jeder sie ungehindert im Gartenbedarf kaufen kann. Üblicherweise nimmt man als Köder die Eingeweide von Geflügel und lässt dieses Fleisch einige Tage vergammeln, so dass es stark riecht. Dieser intensive Geruch überdeckt den Geruch der Chemikalien und verleitet die hungrigen Tiere dazu, die Köder schnell ganz aufzufressen.

Die Gifte wirken auf das Nervensystem der Tiere. Sie blockieren bestimmte Rezeptoren. Die Wirkung tritt schon nach 3-4 Minuten ein. Die Tiere bekommen Spasmen, das heißt sie zucken und bewegen sich unkontrolliert. Es setzt ein sehr starker Speichelfluss ein und gleichzeitig läuft der Darminhalt aus.

Die Tiere sterben schließlich bei vollem Bewusstsein an einer Atemlähmung. Wie lange dieser Sterbeprozess dauert, hängt davon ab, wie viel von dem Gift die Tiere aufgenommen haben. Hat ein Hund nur wenig abbekommen, bemerkt man nur ein starkes Sabbern und Zittern. Bei der tödlichen Dosis ersticken die Tiere innerhalb 10-15 Minuten unter Krämpfen und Durchfall. Häufig kommt es aber vor, dass die aufgenommene Giftmenge so knapp bemessen ist, dass die Hunde gelähmt werden und dann bis zu zwei Tagen bei vollem Bewusstsein ihrem Ende entgegen sehen müssen. Diese Tiere liegen dann einfach da und zucken, bis sie sterben.

Die einzige Chance für die Vergiftungsopfer ist, dass sie von jemandem gefunden werden, der sich auskennt, das Gegengift Atropin dabei hat und bereit ist, einem Streuner zu helfen. Atropin hilft allerdings nur in so hohen Dosen, dass schon Vergiftungssymptome vom Atropin auftreten müssen, bevor das Gift antidotiert [durch ein Gegengift neutralisiert] ist. Diese wenigen „Glücklichen“ (eine verschwindend geringe Anzahl, gemessen an den vielen toten Tieren) behalten aber meist einen Leber- oder Nervenschaden für den Rest ihres Lebens zurück.

Interview mit einem griechischen Tierarzt:

Nikolas hat seine Praxis in Athen. Mitten im Ex-Olympia-Brennpunkt kümmert er sich nicht nur um die Privattiere seiner Kunden, sondern hat auch ein sehr großes Herz für die Streuner in Griechenland. Zusammen mit einem Kollegen hilft er mehreren Tierschutzorganisationen bei der Behandlung und Kastrationen von Streunertieren.

Anmerkung: Ein Tierarzt, der gleichzeitig Tierschützer ist und sich dann auch noch um die ungeliebten Streuner in Griechenland kümmert, lebt gefährlich in dem Land, in dem Tierschützer wie Verbrecher verfolgt werden. Der Name wurde daher für dieses Interview geändert. Das Interview wurde kurz vor den olympischen Spiele 2004 in Athen durchgeführt.

Wie viele Tiere sind im Vorfeld der olympischen Spiele jetzt schon einen Gifttod gestorben?

Darauf habe ich keine Antwort. Ich weiß es nicht und ich glaube auch nicht, dass es jemand weiß. Von offizieller Seite wird der Einsatz von Gift zur Lösung des Streunerproblems ja bestritten, daher sollte man mit Zahlen auch vorsichtig sein.

Die Tierschützer berichten aber regelmäßig von ganzen Streunerhunde-Rudeln, die von heute auf morgen verschwinden.

Ja, das können wir auch bestätigen, nur haben wir keine Beweise dafür, dass diese Tiere vergiftet wurden und ihre Körper sind auch verschwunden. Die Vergiftungen finden wahrscheinlich nachts statt, aber das ist ja nicht nur in Athen so. Überall im Land wird so vorgegangen. Das Gift wird am späten Abend ausgelegt und die Leichen werden morgens in der Dämmerung eingesammelt. Wir denken, dass es auch hier in Athen so abläuft. Dieses Vorgehen berichten übrigens viele meiner Landsleute und Kollegen aus ganz Griechenland.

Man muss wissen, dass man in Griechenland schon lange versucht, dass Streunerproblem so zu lösen. Es gibt hier einfach keinen funktionierenden, flächendeckenden Tierschutz, nicht einmal im Ansatz. Also nehmen die Leute die Sache selber in die Hand.

Eine positive Ausnahme in Athen wird leider viel zu wenig von euch erwähnt: Die Bürgermeisterin von Athen, Dora Bakoyannis, hat im Rahmen des  10 Punkte-Plans  ein Programm für streunende Tiere gestartet. Es wurde eine Klinik eingerichtet, in der Streuner kastriert, markiert und dann wieder ausgesetzt werden. Auch ein Adoptionsprogramm soll es geben. Nicht alle Streuner, die von den Straßen verschwunden sind, sind also vergiftet worden. Allerdings sind die meisten der aktiven Tierschützer hier weder in das Programm involviert noch darüber informiert worden.

Ja, das wissen wir und wir haben versucht, einen Termin zur Besichtigung der offiziellen Tierschutzeinrichtungen zu bekommen, um dann auch darüber zu berichten. Wir wurden aber mit der Begründung, dass der zuständige Tierarzt nicht anwesend sei, abgewiesen. Weitere Infos oder Zahlen haben wir aber auf Anfrage auch nicht erhalten. Sicher ist das ein gutes Einzelbeispiel, aber die Region um Athen hat über 40 Bezirke mit jeweils eigenen Bürgermeistern, die das aber sicher nicht alle so handhaben…

Genauso ist es. Die meisten haben auch gar keine finanziellen Mittel, um solche Kampagnen zu starten und so geht man dort das Problem der Streuner auf „bewährte“ und gewohnte Weise an. Die Kampagne der Bürgermeisterin ist auch nur ein Tropfen und es hat einen sehr bitteren Nachgeschmack, dass diese Kampagne eines einzelnen Bezirkes (Athen Mitte = Olympiastadion!) jetzt in offiziellen PR-Mitteilungen so verkauft wird, dass das Streunerproblem zu den olympischen Spielen damit gelöst sei. Jetzt war gerade ein deutsches TV-Team hier und hat wohl einen Beitrag über die Kampagne der Bürgermeisterin für das deutsche TV gedreht. Da bin ich gespannt, ob sie auch was über die anderen Bezirke und die Situation dort bringen! Du hast die Zustände ja selber gesehen und die über 100 Tierschutzgruppen im Raum Athen berichten jeden Tag von neuen Vergiftungen.

Für die hiesigen Tierschützer ist diese Art der PR ein Schlag ins Gesicht. Und anstelle die vielen sehr gut arbeitenden Tierschützer im Raum Athen als Kooperationspartner ins Boot zu holen, werden sie bekämpft. Als wir nach den  Vorfällen am Flughafen am 11. März  und der anschließenden Schlammschlacht gegen die Tierschützer davon gesprochen haben, dass hinter der Auslandstierschutz-Rufmordkampagne irgendein System mit Bezug zur offiziellen Olympia-Tierschutz-Kampagne steckt, hat man uns Verfolgungswahn vorgeworfen. Aber jetzt schau mal auf die offizelle Athen 2004-Webseite zum Thema und du wirst dort bei den Kooperationspartnern in Sachen Streunerprogramm einen Namen finden, den ihr alle gut kennen werdet: Ioanna Karagouni...

Noch mal zu der eigentliche Frage: Es sind also Privatleute, die für die Vergiftungsaktionen verantwortlich sind?

Nein, so kannst du es nicht sagen. Die Privatleute führen die Vergiftungsaktionen durch, weil sie einfach keine andere Wahl haben. Kein offizielles Organ in Griechenland würde jemals zugeben, die Anweisung dazu gegeben zu haben, da Vergiftungen ja auch nach griechischem Gesetz verboten sind. Verantwortlich sind trotzdem die Behörden, die in Sachen Streunerproblem und Tierschutz einfach komplett versagen. Du musst verstehen, dass sich die Behörden einfach nicht um das Streunerproblem kümmern und die Leute sich dann alleine gelassen fühlen und zum Gift greifen. Viele Menschen hier machen sich mehr Gedanken über das Müllproblem, als über die Streuner und viele Griechen verstehen jetzt auch die ganze Aufregung nicht.

Also muss man jetzt auch noch Verständnis für die Vergiftungsaktionen haben?

Sicher nicht! Schau: Du wohnst mit deiner Familie irgendwo auf dem Dorf. Jeden Tag gehen deine Kinder zur Schule. Heute laufen zwei Hunde auf dem Weg zur Schule herum. In ein paar Wochen sind es 5 Hunde; es bilden sich Rudel, auf der Suche nach Nahrung. Eine Hündin aus der Gruppe wird läufig. Die Hunde werden aufdringlicher, knurren und bellen die Kinder an. Auf einmal sind es 8 Hunde oder mehr - auch große dabei. Die Kinder und Menschen bekommen Angst vor den Hunden und das kann man doch verstehen. Die Leute rufen bei der Polizei an. Ergebnis: null Reaktion; was sollen die auch tun? Tierheime gibt es ja kaum. Auch die anderen offiziellen Stellen reagieren in der Regel nicht. Also bleibt den Leuten nichts anderes, als die Sache selber in die Hand zu nehmen und sie wählen die billigste Lösung.

Wir glauben mittlerweile auch, dass es mehr oder weniger offizielle Anweisungen aus den Rathäusern gibt, z. B. zu Saison-Beginn die Strände, Straßen und Hotelanlagen von den Massen an Katzen und Hunden zu säubern. Das berichten uns einheimische Tierschützer und Touristen, die sich auskennen z. B. aus Kreta und anderen touristisch sehr stark frequentierten Regionen. Aber auch dort, wo kein Tourismus ist, stören die Streuner. Ich kann dir Beispiele genug nennen, die meine Landsleute jeden Tag schildern: Griechenland hat ein gigantisches Müllproblem. Gerade hier im Großraum Athen. Abends stellen die Leute ihren Müll vor die überfüllten Container und morgens liegt der Müll verstreut in den Straßen, weil die immer hungrigen Streuner nach Nahrung gesucht haben. Oder nimm die vielen Bauern und Hirten, die einfach Angst davor haben, dass die Streuner ihre Nutztiere reißen. Für viele Menschen in Griechenland sind die Streuner einfach eine Plage, wie anderswo die Ratten und sie bekämpfen sie so.

Wenn sich die Vergiftungen nicht beweisen lassen, woher wissen die Tierschützer dann so genau darüber Bescheid?

In unseren Praxen haben wir momentan fast täglich mit Vergiftungen zu tun. Allerdings sind das in den wenigsten Fällen Streuner, sondern Privattiere. Die fressen die Giftköder genauso wie die Streuner. Wie normal die Vergiftungen in Griechenland sind, siehst du alleine schon an der Tatsache, dass Atropin in Form von Spritzen bei vielen Hundehaltern hier im Großraum Athen (und wenn ich mit Kollegen aus anderen Teilen Griechenlands spreche, ist das anderswo in Griechenland genauso) und auf den Dörfern zum Equipment eines Hundehalters gehören. Das ist ein nicht widerlegbares Indiz, dass überall die Gefahr von Gift droht.
Erst gestern hatte ich in meiner Praxis drei Vergiftungsfälle, zwei Privathunde und ein Streuner. Alle werden es wohl überleben. Allerdings hat es den Streuner sehr mitgenommen, aber er wird durchkommen. Vielleicht findest du ja ein gutes Zuhause für ihn!

Außerdem wird in Griechenland ganz offen über Vergiftungen gesprochen und damit gedroht. Als Tierschützer in Griechenland kennst du diesen Satz: "Entweder ihr kümmert euch um den Hund oder er wird vergiftet!"...

Von der griechischen Botschaft haben wir als Antwort auf die Protestschreiben unter anderem folgende Aussage erhalten:

Zitatanfang
„(...)
Von offizieller Seite wurde uns aus Griechenland jedoch mitgeteilt, dass es dort niemanden gibt, der im Auftrag der Stadt Athen oder des Staates Tiere vergiftet. Wenn derartige Fälle vorkommen, handelt es sich eindeutig um Privatpersonen, die bei ihrer Überführung zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden.
(...) “
Zitatende

Hast du schon mal davon gehört, dass irgendwann einmal irgendjemand für Vergiftungen von Streunertieren bestraft wurde?

Ich sehe jede Woche vergiftete Hunde und Katzen, habe aber noch nie von einem Verfahren, geschweige denn einer Verurteilung, gegen einen Streuner-Giftmörder gelesen oder gehört. Eine andere Antwort hätte ich allerdings von offizieller Stelle auch nicht erwartet. Du müsstest die Giftmischer theoretisch in Flagranti dabei ertappen, wie sie das Gift einmischen, die Köder präparieren und dann auslegen. Alleine das ist schon fast unmöglich. Die Beweiskette ist einfach äußerst schwierig, also macht sich auch keiner die Mühe, das zu versuchen - mal vom Personalproblem der Polizei und dem Aufwand, der dafür notwendig wäre, ganz abgesehen. Das ist der Punkt: Vergiften ist wirksam, bewährt und die Leute wissen, dass es äußerst schwierig ist, sie dafür zur Rechenschaft zu ziehen.

Das klingt ja alles mehr als frustrierend. Es muss doch eine Möglichkeit geben, diese grausame, alltägliche Praxis zu verhindern?

Eine Idee haben wir: Geld. Wir müssten betuchte Tierfreunde und engagierte, sowie finanzstarke Institutionen finden, die für jeden überführten Streuner-Giftmörder einen hohen Geldbetrag aussetzen. Was meinst du, wie schnell das dann aufhören würde...

Außerdem wird es Zeit, dass die vielen Touristen mal im Detail erfahren, wie hier in Griechenland mit dem Streunerproblem umgegangen wird...

Danke für das Gespräch!

Tradition

Vergiftungsaktionen haben regelrecht Tradition in einigen Ländern. Griechische Tierschützer berichten, dass die Streuner früher auf ein Boot gebracht und weit draußen auf dem Meer über Bord geworfen wurden. Die Hunde sind dann nach stundenlangem Schwimmen ertrunken. Es war allgemein bekannt, dass das so gemacht wurde.

Vergiftungen sind erst üblich, seit es überall diese Chemikalien zu kaufen gibt. Es werden regelmäßige Vergiftungsaktionen in den Städten durchgeführt, deren Urheber oder Verantwortliche aber nie bekannt werden. In den Metropolen gibt es niemanden, der zugibt, für Vergiftungen zu sorgen, aber in regelmäßigen Abständen sterben Streuner an Gift. Es gibt aufgrund der örtlichen und zeitlichen Gegebenheiten der Vergiftungen Vermutungen, dass die Müllabfuhr mit dem Auslegen der Köder beauftragt wird, aber das sind nur Spekulationen, die sich nicht beweisen lassen. Die systematischen und flächendeckenden Vergiftungen von Bezirk zu Bezirk lassen aber eindeutig durchblicken, dass hier eine größere Organisation und geplantes Handeln höherer Organe vorliegt. Es wird aber niemand von offizieller Seite sagen, dass organisiert vergiftet wird.

In einigen Ländern werden die Vergiftungskampagnen ganz offen kommuniziert. In Rumänien und Bulgarien werden sie heute noch behördlich angeordnet. 

Tierschützer berichten, dass es in den Dörfern meistens eine gewisse Anzahl Leute gibt, die regelmäßig vergiften. Das sind private Aktionen, die angeblich nichts mit dem Bürgermeister oder einer übergeordneten Instanz zu tun haben. In den Dörfern wird ganz offen darüber gesprochen, wenn jemand Gift auslegt. Es ist ebenfalls normal, dass damit gedroht wird, wenn es Probleme mit Hunden gibt. Der persönliche Besitz ist ein höheres Gut als das Leben eines Streuners, der eben diesen bedroht. Es werden auch keine Alternativen gesehen, z. B. die Hühner evtl. durch Zäune oder Ställe vor den Hunden zu schützen, so wie wir es hierzulande tun, um Schäden durch Füchse oder Marder zu verhindern. Den Leuten in den Dörfern geht es oft auch finanziell sehr schlecht. Gift ist billiger als ein Zaun und es macht weniger Arbeit.

In touristischen Orten ist die Lage wieder anders. Dorthin kommen viele Urlauber aus den Großstädten und setzen häufig dort ihre überflüssig gewordenen Hunde aus. Im Winter werden süße Welpen angeschafft, die bis zum Sommerurlaub groß sind und in der Stadtwohnung stören und zu viele Ansprüche stellen. Dann fahren die Familien im Sommer in ihr Ferienhäuschen. Wenn sie wieder abfahren, wird der Hund im Urlaubsort zurückgelassen: dort ist es idyllisch und schön und dort wird es dem Hund sicherlich gut gehen. Fast wird das schon wie ein Befreiungsakt für den Hund betrachtet: er kann wieder sein natürliches Leben als Tier in der Freiheit leben.

Tierschützer wissen: Wenn man irgendwo hinkommt und es sind keine Streuner mehr da, wo vorher regelmäßig welche gesehen wurden, dann sind die kurz vorher vergiftet worden.

Die jahrzehntelange Tradition des Vergiftens ist der beste Beweis dafür, dass Gift keine Lösung für das Streunerproblem ist. Kastrationsaktionen helfen, wenigstens das Weitervermehren zu verhindern. Das größte Problem sind aber die Menschen, die sich niedliche (Rasse-)Welpen aus privaten Zuchten oder aus Ostblock-Importen z. B.  im Pet-Shop kaufen und diese Tiere, wenn sie erwachsen und lästig oder gar krank werden, einfach vor die Tür setzen. Das ist das eigentliche Problem der Streunermassen und damit ein hausgemachtes.

Das Desinteresse vieler Menschen gegenüber den Bedürfnissen und der Lebensweise der nichtmenschlichen Kreatur führt zu romantischen Phantasien vom „Leben in freier Wildbahn“ und so wird das Gewissen derer rein gewaschen, die ihren Familienhund auf die Straße entsorgen. Der Akt des Aussetzens wird wie ein „Entlassen in die Freiheit“ gewertet und vor den vielen elenden, hungernden Streunern werden die Augen verschlossen. Die haben natürlich nichts mit dem eigenen freigelassenen Hund zu tun...

14. Juni 2004, Text: Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-MailStefan Grothus

 
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