» Kastrationen
- 1: Situation.
- 2: Streuner.
- 3: Ware Haustier.
- 4: Aufklärung.
- 5: Kastrationsaktionen.
- 6: Der Eingriff.
- 7: Vorteile/Nachteile.
- 8: Tierschutz und Tourismus.
- 9: Tierärzte.
- 10: Beispiel: Mochlos.
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"Ware" Haustier

Hunde und Katzen als Haustiere zu halten, ist auf in ganz Europa sehr beliebt. In einigen südeuropäischen Ländern gibt es allerdings zahllose Züchter, die meistens völlig unkontrolliert Katzen- oder Hunderassen verpaaren.
In Griechenland und anderen Ländern gibt es auch die Möglichkeit, Tiere in "Pet Shops" zu kaufen. Sehr beliebt sind die billigen, als reinrassig deklarierten Welpen, die zu Tausenden aus den Ostblockstaaten importiert werden. Die Tiere werden in den Shops als Ware verkauft: Jeder kann sie - ohne über die Bedürfnisse eines Tieres aufgeklärt zu werden - kaufen, auch Kinder. Stellt der neue Hausgenosse dann mehr Ansprüche, als erwartet, landet er auf der Straße.

Kastrationen zur Verhinderung ungewollter Trächtigkeiten bei Haustieren sind auf Kreta nicht üblich. Im Gegenteil: Auch hier ist bei vielen Tierhaltern noch das Märchen weit verbreitet, ein Weibchen müsse einen Wurf bekommen, um die richtige Reife zu erlangen. Die Entfernung der Fortpflanzungsorgane ist aus religiösen und emotionalen Gründen immer noch ein verbreitetes Tabu.
Überflüssig geworden
So kommt es in den Haushalten zu unzähligen, gewollten oder ungewollten Trächtigkeiten von Hunden und Katzen. Solange die Welpen klein sind, dienen sie dann meistens noch als beliebte Spielzeuge für die Kinder. Fangen die Tiere dann aber an, ihre kleine spitzen Zähne einzusetzen und werden immer größer, entledigt man sich ihrer. Es ist in Griechenland nicht verbreitet, die überflüssig gewordenen Welpen zu vermitteln. So wandern die Tiere auf den Müll, enden als lebende Zielscheibe, werden auf andere grausame Art und Weise getötet oder bestenfalls ausgesetzt.

Entsorgt

Aber nicht nur Welpen erleiden dieses Schicksal. Auch überflüssig gewordene ältere, verletzte oder sogar schwer kranke Tiere werden in der Regel aus Kostengründen nicht zum Tierarzt gebracht (die meisten Menschen und Tierärzte in Griechenland weigern sich aus religiösen Gründen die Tiere einzuschläfern, da nur Gott über Leben und Tod entscheiden darf.), sondern „der Natur übergeben“. Viele Griechen sehen darin eine gute Tat - schließlich geben sie den Tieren damit noch eine Überlebenschance.
Der Unterschied zwischen einem ausgesetzten und einem wilden Streunertier ist bei genauerem Beobachten relativ gut erkennbar:
- Welpen, die in menschlicher Umgebung aufgezogen wurden, sind zutraulicher und gehen auf den Menschen zu (sofern sie gut behandelt wurden!).
- Die ausgesetzten Streuner haben häufig noch Halsbänder oder andere Identifikationsmerkmale.
- Unter den ausgesetzten Streunern findet man viele Kreuzungen zweier Rassen, da die Zucht bestimmter Katzen- oder Hunderassen auf Kreta sehr beliebt ist.
Streuner Info
Weitere ausführliche Informationen zum Thema Streuner finden Sie als Artikel und zum Download auf der Webseite des Fördervereins Arche Noah Kreta e.V.:
"Tierschutz-Tipps für Kreta-Reisende -
Ein Streuner-Ratgeber für tierfreundliche Urlauber"
Das TUI-Umweltmanagement stellt seinen Gästen diese Broschüre ebenfalls seit Jahren zur Verfügung.


