» Kastrationen
- 1: Situation.
- 2: Streuner.
- 3: Ware Haustier.
- 4: Aufklärung.
- 5: Kastrationsaktionen.
- 6: Der Eingriff.
- 7: Vorteile/Nachteile.
- 8: Tierschutz und Tourismus.
- 9: Tierärzte.
- 10: Beispiel: Mochlos.
Spendenkonto
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Stichwort: Tierärztepool
Kastrationen: Vorteile
Nach einer Kastration leben die Tiere wesentlich sicherer! Die Gründe: Auf der Suche nach einer rolligen Katze oder einer läufigen Hündin legen die männlichen Vierbeiner oft erstaunliche Strecken zurück. In dem Moment, in dem der Geruch einer läufigen Hündin in ihrer Nase ist, vergessen sie die erlernte Vorsicht im Straßenverkehr nahezu vollkommen. Diese Verhaltensweisen verschwinden nach einer Kastration.
Eine Hündin bleibt nach einer Kastration länger gesund und wird dadurch mehr Chancen zum Überleben haben, da die große Gefahr, an Brustkrebs oder Gebärmuttervereiterung zu erkranken, durch die Kastration erheblich gemindert wird. Unkastrierte Streunerhündinnen und -katzen auf Kreta werden mit großer Wahrscheinlichkeit bei jeder Läufigkeit belegt und tragen Welpen aus. Je nach Anzahl der Welpen ist die Trächtigkeit eine extreme Belastung für das ohnehin schon ausgemergelte Muttertier.
Eine Kastration schaltet das Risiko und die Schmerzen aus, die jede Geburt für eine Hündin mit sich bringen. Sie verhindert die enormen Belastungen, die durch das Großziehen eines Wurfes entstehen. Die Tierschützer sehen sie jeden Tag: klapperdürre, abgemagerte Hündin mit angeschwollenem und entzündetem Gesäuge. Kastrationen stoppen dieses Elend.
Unkastrierte, weibliche Ketten- und Tonnenhunde (Hunde, die zum Bewachen von Nutztierherden, Feldern oder Gründstücken z. B. an alte Blechtonnen angekettet werden) sind während ihrer Läufigkeit den Rüden schutzlos ausgeliefert und werden oft tagelang von mehreren Rüden umlagert und bedrängt. Aggression und heftige Konkurrenzkämpfe führen unter den Hunden zu schweren Verletzungen. Die während dieser Zeit vielfach gedeckte Hündin muss später an der Kette ihre Welpen gebären. Kastrationen lindern ihr Elend.
Kastrierte Streuner sind in einer weit besseren Konstitution und können ihre Kräfte auf einen gesunden Körper konzentrieren. Die Tiere verlassen kaum noch ihr Revier und Beißereien kommen wesentlich seltener vor.
Viele weitere Informationen und ausführliche Berichte von Kastrationsaktionen finden Sie auf der Webseite des Fördervereins Arche Noah Kreta e.V., unter anderem im
Tierheim-Tagebuch

Ein Polizeibeamter bringt Welpen, die Touristen im Müll gefunden haben, zu Tierschützern auf Kreta
Kastrationen: Nachteile
- Die OP stellt bei Hündinnen und Katzen einen chirurgischen Eingriff dar und muss bei allen Tieren unter Vollnarkose durchgeführt werden. Trotz der sehr guten tiermedizinischen Ausstattung der Tierschutz-Tierärzte bleibt ein sehr geringes Narkoserisiko.
Der Vollständigkeit halber werden die folgenden Argumente gegen eine Kastration hier genannt, obwohl sie in Anbetracht der Situation in einigen südeuropäischen Urlaubsländern absurd erscheinen: - Bei der Hündin besteht die Möglichkeit der Altersinkontinenz.
- Durch Hormone beeinflusst, verändert sich der Stoffwechsel und die Tiere könnten bei gleich bleibendem Nahrungsangebot zur Gewichtszunahme neigen. Die Kastration kann in seltenen Fällen auch zu Veränderung des Felles führen.
- Von einigen Experten wird auch die unnatürlich ausgelöste Verhaltensänderung als Nachteil bewertet.
Kastrationen um Leben zu retten
Die nachhaltigen positiven Auswirkungen, die sich nach Kastrationsaktionen im Zusammenleben zwischen den Menschen und den Streunern ergeben, zeigen klar, dass die Vorteile überwiegen.
Kastrationen sind in jedem Sinne vertretbar: Ethisch, moralisch und aus tierschützerischer wie auch aus tiermedizinischer Sicht sind sie dringend angezeigt!



