» Kastrationen
- 1: Situation.
- 2: Streuner.
- 3: Ware Haustier.
- 4: Aufklärung.
- 5: Kastrationsaktionen.
- 6: Der Eingriff.
- 7: Vorteile/Nachteile.
- 8: Tierschutz und Tourismus.
- 9: Tierärzte.
- 10: Beispiel: Mochlos.
Spendenkonto
Kontoinhaber: Förderverein
Arche Noah Kreta e.V.
Institut: Commerzbank Lübeck
BLZ: 230 400 22
Kto.: 020923900
IBAN: DE02230400220020923900
BIC: COBADEFFXXX
Stichwort: Tierärztepool
Aufklärung
Eine Chance, die Problemsituation für die Einheimischen, Touristen und ganz besonders für die Tiere zum Positiven hin zu verändern, liegt in Aufklärungsaktionen.
Grundlegende Einführung in die Fortpflanzungsbiologie: Eine Hündin kann zweimal im Jahr Welpen austragen und dabei über 20 Nachkommen im Jahr produzieren. Es gibt wissenschaftliche Hochrechnungen, dass eine Katze inklusive ihrer Nachkommenschaft in sieben Jahren theoretisch 400.000 Welpen produzieren kann.

Trächtig
Richtigstellung und sachliche Information über Krankheiten: Viele Menschen in Griechenland lernen schon als Kinder, dass die Streuner gefährliche Krankheitsüberträger für Menschen sind. Dieser Punkt muss dringend relativiert werden. Richtig ist, dass die meisten Krankheiten und Parasiten, die einen Streuner befallen können, für den Menschen nicht annähernd die Gefahr darstellen, wie es auch heute immer noch verbreitet wird.
Vergiftungsaktionen sind kontraproduktiv: Untersuchungen haben gezeigt, dass die Tierpopulationen nach Vergiftungskampagnen wieder drastisch ansteigen.

10 und mehr Welpen pro Wurf sind nach Vergiftungsaktionen keine Seltenheit
Information über die Nachteile für den Tourismus: Für Touristen ist das an vielen Stellen auf Kreta immer sichtbarer werdende Tierelend ein Problem. Sie sind von dem Anblick der im Elend lebenden Tiere schockiert und werden als Urlauber nicht wiederkommen. Das nehmen auch die vielen Tourismusunternehmen wahr.

Ein total verängstigter Kettenhund kurz vor dem Ortsschild eines beliebten Touristenortes
Grundstein für den Tierschutzgedanken
In vielen Teilen Europas werden Tiere als Nutztiere behandelt und gehandelt. Informationen beispielsweise über das Sozialverhalten der Tiere und Tierschutzaktivitäten allgemein sind aber äußerst selten zu finden. Der Gedanke des Tierschutzes setzt Kenntnisse über die Bedürfnisse und artgerechte Haltung der Tiere voraus.
Wir kombinieren daher unsere Kastrationsaktionen mit Informations- und Aufklärungskampagnen, um so einen wichtigen Grundstein für den Tierschutzgedanken zu legen:
- Vermittlung von Grundkenntnissen über das Sozialverhalten, die Pflege und artgerechte Haltung von Haustieren. Hunde und Katzen sind Rudeltiere und sozial aktiv.
- Kindern und Erwachsenen wird in Broschüren erklärt, dass Katzen und Hunde Gefühle haben, Schmerzen, Freude oder Angst empfinden können und unter Durst und Hunger ähnlich leiden wie die Menschen.

- Tierschutzaktivitäten wie Kastrationsaktionen von Streunertieren sind sehr wohl mit religiösen und moralischen Werten vereinbar.
- Tier- und Umweltschutz geschieht nah beieinander. Wir demonstrieren, dass der rücksichtsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen und nichtmenschlichen Lebenswesen Bestandteil einer verantwortungsvoll und fortschrittlich denkenden Gesellschaft ist.
- Durch die Pressearbeit mit TV, Zeitungen und ortstypischen Presseverteilern stellen wir unsere Konzept der Öffentlichkeit vor.
- Unsere Kooperationen mit Hotels und Reiseveranstaltern zeigen, dass praktizierter Tierschutz für den Tourismus förderlich ist.
Im Schulunterricht, in Aufklärungskampagnen und in der rigorosen Durchsetzung bestehender EU- und nationaler Tierschutzgesetze könnte der Tierschutz etabliert werden und würde zu einer Änderung der katastrophalen Situation für die Tiere in vielen Ländern Südeuropas führen.



