» Berichte & Tagebücher
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- 2: Die vergessenen Seelen Rumäniens.
- 3: Dominikanische Republik - Mai/Juni 2011.
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- 6: Kastrationen um Leben zu retten.
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- 8: Kroatien - Juni 2010.
- 9: Fotogalerie Dominikanische Republik - Januar 2010.
- 10: Dominikanische Republik - Januar 2010.
- 11: Rumänien - September 2009.
- 12: Rumänien - Juni 2009.
- 13: Eine Reise in eine andere Welt.
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- 21: Portugal November 2006.
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- 23: Kapverden Mai 2006.
- 24: Auf einer griechischen Insel....
- 25: Rumänien / Suceava 2006.
- 26: Kapverden August 2005.
- 26.1: Teil 1 - Ankunft.
- 26.2: Teil 2 - Regentanz.
- 26.3: Teil 3 - Wunder.
- 26.4: Teil 4 - Jose.
- 26.5: Teil 5 - Essen.
- 26.6: Teil 6 - Totalausfall.
- 26.7: Teil 7 - Land.
- 26.8: Teil 8 - Halbzeit.
- 26.9: Teil 9 - Fernsehen.
- 26.10: Teil 10 - Maio.
- 26.11: Teil 11 - Krank.
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- 26.14: Teil 14 - Gemeinde.
- 26.15: Teil 15 - Fado.
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- 26.17: Teil 17 - Brief an Dante.
- 27: Fado.
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Kapverden-Tagebuch Teil 5:
Praia, den 25. August 2005
Wenn wir heute 22 Kastrationen schaffen, haben wir in 5 Tagen 100 Tiere unfruchtbar gemacht und hätten damit einen sehr, sehr guten Start hingelegt. Erst recht wenn man bedenkt, dass wir ohne unser Gepäck noch gar nicht hätten anfangen können, da die Kisten von Frau Wirtl immer noch im Senegal sind.
Unserem kleinen Vergiftungskandidaten geht es immer besser. Er hustet zwar noch, aber seine Familie kommt ihn mehrmals täglich besuchen. Sogar selbst gekochtes Essen bringen sie ihm mit. So stimmen wir zu, dass es heute nach Hause darf. Wenn all die guten Wünsche eintreffen, mit denen wir von seiner Familie bei der Verabschiedung überschüttet werden, kann uns in den nächsten 20 Jahren garantiert nichts mehr passieren. Aber Glück kann ja nie schaden, erst recht nicht auf den Kapverden und insgeheim sind wir mindestens genauso glücklich über unser kleines „Wunder“.

Unsere Mittagspause haben wir täglich auf ca. 14:00 Uhr gelegt. Dann bringt uns eine Köchin das Mittagessen.

Sie kocht für uns seit dem wir hier sind. Fleischlos – versteht sich. Das hat einen Vorteil, aber auch einen Nachteil. Der Vorteil ist, dass man auf den Kapverden kein Fleisch essen sollte, weil man nie weiß, ob es frisch ist. Bei Fisch dagegen kann man sich sicher sein. Der Nachteil allerdings besteht darin, dass es fast jeden Mittag das gleiche zu essen gibt. Zwar lecker, aber irgendwann etwas langweilig. Und da die Angst vor einer Magenverstimmung jeden Bissen begleitet, ernähren wir uns den restlichen Tag von Chips, Bounty, Twix, schälbarem Obst oder Erdnüssen. Das war es dann aber auch und ist bald gleichfalls sehr eintönig.

Und da Ines sich in Nilson verliebt hat, dürfen er und ein paar andere Zwerge an unserem Tisch Platznehmen. So ist uns ein Lied oder ein Tanz der jungen Truppe immer garantiert und uns schmeckt es gleich viel besser.



Es ist schon längst die Nacht über Praia hereingebrochen, als wir das letzte OP-Besteck in den Sterilisator packen, damit es morgen sofort wieder zu benutzen ist. Wir haben unser Ziel sogar um ein Tier übertroffen und liegen bei 101 Kastrationen. Allein 53 Hündinnen – ein schönes Ergebnis.
Und so beschließen wir, es am nahenden Wochenende etwas ruhiger angehen zu lassen, wohl wissend, dass zwischen Wunsch und Realität in der Tiermedizin endlos Notfälle liegen können...




