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Kapverden-Tagebuch Teil 16:

Rückflug, den 09. September 2005

Am Morgen verabreden wir uns mit den Portugiesen zu einem Ausflug in den Nachbarort Cidade Velha. Dieser Ort war die erste von Europäern erbaute Stadt südlich der Sahara. Dies war aber zu einer Zeit, als der Sklavenhandel blühte und ist demnach schon etwas länger her. Die alten Häuser, einschließlich der alten Festung Fortaleza Real de Sao Filipe sehen aber immer noch imponierend aus.
Wir saugen die letzten Eindrücke der Kapverdischen Insel auf, um am Nachmittag in aller Ruhe zum Flughafen zu fahren. Da das Einchecken der Hunde lange Zeit in Anspruch nehmen kann, brechen wir zeitig auf.

Unsere Maschine soll um 20:00 Uhr starten, verspätet sich aber um 2 Stunden. Dies ist uns egal, denn Benji und Fado liegen in einer gepolsterten Box und sind gerade eingecheckt worden.

Über den Wolken kommt, wie immer bei solchen Abschieden, eine melancholische Stimmung auf und irgendwie erscheint mir das Lied von Nena gar nicht mehr so inhaltslos wie zum Beginn unserer Reise und zum Beginn der Live-Aid-Konzerte.
Nena hat gar nicht so unrecht: …Wunder geschehen, ich war dabei

Am Flughafen von München geht alles reibungslos. Benji und Fado werden in wenigen Stunden operiert sein.

Ines und ich haben bis zum Weiterflug nach Hamburg noch ein bisschen Zeit. So schlendern wir durch die noblen Geschäfte des Flughafens. Vor einem Schaufenster bleibt Ines stehen. „Schau mal, das Ding da, diese Tasche kostet € 1800,-. Das ist ein Dreijahres Gehalt von Cesaltina!“
Willkommen zurück im Paradies, Ines.

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Schlusswort

Jetzt ist aus dem persönlichen Tagebuch ein umfassender Bericht geworden, der weit aufwendiger war, als ich ihn am Anfang geplant hatte. Im Laufe unseres Aufenthaltes hat es aber immer mehr Freude gemacht, die Tageserlebnisse zu beschreiben und mit schönen Fotos zu untermalen. Meine Einstellung und meine Gedanken haben sich in diesen drei Wochen gewandelt. Das Tagebuch existiert nicht mehr für die persönliche Erinnerung. Es soll auch etwas tun. Es soll helfen! Es soll auf die Not der Vier- und Zweibeiner auf den Kapverdischen Inseln aufmerksam machen, die kaum ein Leser dieses Tagebuches auf der Weltkarte findet.

Ich widme nun diese Zeilen all den Straßenkindern und Straßentieren von Praia in der Hoffnung, dass sich so schnell wie eben möglich ihre Lebensqualität verbessert.

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Text & Fotos: Thomas Busch, August/September 2005

 

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