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Kapverden-Tagebuch Teil 2:

Maio, den 31. August 2005

Aus Angst, nicht rechtzeitig wach zu werden, mache ich fast kein Auge zu. Es lohnt sich eh nicht, denn der letzte Abend war lang.
Um 4:00 Uhr sollten wir vom Hotelpersonal geweckt werden, aber das klappt natürlich nicht. Ebenso wenig wartet vor dem Hotel das um 4:30 Uhr bestellte Taxi. War ja klar. Aber halt, wer kommt denn da? Na bitte, mit sechsminütiger Verspätung bremst unser Taxi exakt vor unseren Füssen. Ich nehme alles zurück. Am Flughafen gähnende Leere. Unser Flug ist verschoben und geht sowieso erst um 7:15 Uhr. Warum wir uns denn so beeilt haben?

Nun gut, wir sind in Afrika. Ich rege mich nicht auf!

10 Minuten sind wir in der Luft, dann landen wir auch schon auf der kleinen Nachbarinsel Maio. Herr Fitz holt uns ab und fährt uns zu seinem am Strand gelegenen super schönen Haus.

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Seine Frau erwartet uns mit einem köstlichen Frühstück, was die Monotonie des Hotelessens auf schmackhafte Weise unterbricht. Die Hündin ist die erste und hätte in einigen Tagen zwei Welpen auf die Welt gebracht. Sichtlich erleichtert, diese zwei Sorgen nicht tragen zu müssen, schwindet bei Familie Fitz auch die Nervosität. Sie wussten ja nicht auf wen sie sich einlassen, sind nach der zweiten Operation an ihrem Rüden aber heil froh.

Kapverden-Tagebuch - zum 2. Teil

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Ines operiert auf dem Ateliertisch

Der Herr, den wir in unserem Hotel in Praia kennen gelernt hatten, und der gleichfalls um die Kastration seiner Rüden bat, wohnt direkt gegenüber. Leider verstehen sich die beiden deutschen Nachbarn nicht mehr wirklich gut, aber der Tierschutz muss hier alte Reibereien vergessen lassen. Wir beziehen ausschließlich Stellung für die Tiere und dies wird von beiden Nachbarn ohne Widerstand akzeptiert.

So wechseln wir das Haus und den OP-Tisch und sind nach einer weiteren Stunde fertig mit unserer Arbeit auf Maio. Da der Rückflug erst am Freitag möglich ist, wollen wir die eineinhalb Tage FREI genießen. Herr Fitz hatte uns eine wirklich sehr schöne Hotelanlage am Meer empfohlen und als wir die Taschen an der Rezeption abstellen, halte ich meine Kopfschmerzen nicht mehr aus. Mit starken Schmerzmitteln lege ich mich hin und erleide einen Fieberanfall, der den Kurzurlaub komplett streicht.

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Aber wenigstens kann sich Ines ein wenig am einsamen Strand ausruhen und lässt sich von dem Wellenspiel vollends begeistern.  

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