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Tierschutzkalender 2012

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Stichwort: Tierärztepool

31.01.2007

Ich möchte schon an diesem Tag die Bilder vorweg nehmen, die ich Laufe der nächsten Woche fotografiere. Sie sollen wirken und Eindruck schinden. Es soll diejenigen wachrütteln, die der Meinung sind, die medizinische Betreuung von Straßentieren fällt in das Hoheitsgebiet der tiermedizinischen Gebührenordnung und ist damit mit allen Mitteln zu bekämpfen. Es soll die Gemeinden an ihrem wunden Punkt treffen – der Finanzierung.

Denn wie überall in Europa ist es die PFLICHT der Gemeinden, für die Pflege der Straßentiere Verantwortung zu zeigen. Und auch die Bereitschaft zur Übernahme anfallender Kosten. Dieser Punkt sollte in Absprache mit den Veterinärämtern und den Veterinären vor Ort geklärt werden und schnell zu einer nachhaltigen Einigung herbeigeführt werden.

In den vielen Jahren, in denen ich im Namen der finanzschwachen Tiere – auch in Deutschland – unterwegs bin, hat es diese Einigung, bis auf wenige Ausnahmen, noch nie gegeben. Seit Jahrzehnten setzen die Gemeinden auf die „Dummheit“ der Tierschützer, lassen sich fleißig mit den Geldern der Mitglieder und freiwilligen Helfer der Tierschutzvereine unter die Gemeindekasse greifen und blockieren im Gegenzug, sozusagen als Dankeschön, die Arbeit der selbigen mit renitenten Anzeigen.

Die Lösung im Ausland ist oft noch „einfacher“ - man greift in die Strychninkiste!

Dr. Fernando setzt an der richtigen Stelle an. Er motiviert die Kollegen der Gemeinden, sich an den von ihm initiierten Kastrationseinsätzen zu beteiligen. Er versucht mit Initialimpulsen von auswärts (Europäischer Tier- und Naturschutz e.V.) der Gemeindevertretung klar zu machen, dass die Kastrationen zwar anfänglich ein bisschen teuer sind, sich aber im Laufe der Jahre auf jeden Fall rentieren und eben weit erfolgreicher und vor allem humaner sind, als die seit Jahrzehnten praktizierten Vergiftungen! Er lehnt kategorisch die Kastration von Tieren ab, die sich im Privatbesitz befinden. Damit verhindert er die Konfrontation mit privaten Kollegen. Er hilft somit tatsächlich nur den Ärmsten der Armen, vermittelt aus dem Tierheimgeschehen nur kastrierte Tiere und kann in wenigen Jahren auf einen beachtlichen Erfolg schauen. Diesen Mut gilt es zu unterstützen und wir waren begeistert, als tatsächlich 22 Kollegen seiner Einlandung gefolgt sind.

Ich muss an dieser Stelle nicht darauf hinweisen, dass wir überaus nette Kontakte knüpfen konnten und in Zukunft noch weitere Schulungen anbieten werden.

Jetzt aber erst einmal das portugiesische Interesse in Bild und ohne Ton:


Dr. Rui Jardin


Dr. Joao Ribeiro


Dr. Paula Amorim


Dr. Duarte Lopes (l.) & Dr. Joao Goncalves im Gespräch mit Dr. Fernando
Die beiden Kollegen fuhren 400 km, um uns kennen zu lernen!


Dr. Paula Amorim (l), Dr. Guida Vieira e Bristol (m), Dr. Sabina Rodrigues(r), schauen Ines auf die Finger


Dr. Rui Rio Martins


Dr. Ana Monteiro


Dr. Joao Goncalves


Dr. Rui Jardin & Dr. Carla Gomes


Dr. Vera Ramalho


Dr. Mariana Portugal


Dr. Nuno Rabico


Dr. Guida Vieira e Britol (l) & Dr. Sabina Rodrigues (r) Ganz links natürlich die Queen!


Dr. Adelia Alves Peireira (r)


Dr. Jorge Alves (l.), Dr. Ana Monteiro (m.), Dr. Helena Sardao (r.)


Dr. Ana Monteiro, the king, Dr. Fernando, Dr. Ricardo Carreiro


Wir operierten fast immer an drei Tischen.

Aber wollen wir die Chronologie der „valongischen“ Zeit nicht allzu sehr durcheinander bringen. Ich denke, Sie haben das Interesse der portugiesischen Kollegen erkannt. In der Regel machten wir es so, dass Ines die Operation einmal zeigte und dann erhielt jeder Tierarzt die Möglichkeit, es selber auszuprobieren. Ein anderer Kollege stand immer dabei und Ines oder ich waren auch stets in der Nähe.

Nicht ein einziges Tier wurde irgendeinem Risiko ausgesetzt! Die chirurgischen Fähigkeiten der Kollegen waren, wie zu erwarten war, sehr unterschiedlich. Einige brachten viel Erfahrung mit, andere weniger. Natürlich ist so ein Workshop nicht ausreichend, die komplette Weichteilchirurgie zu durchleuchten, aber für die versierteren Kollegen reichte lediglich der „Trick“, um mit einem kleinen Schnitt schnell und sicher die Eierstöcke und die Gebärmutter zu finden und zu entfernen.

Die anderen Kollegen blieben entweder länger oder baten uns um einen Besuch in ihrer Region / Tierheim um a) dann mehr Zeit zu haben und um b) mit unserer Hilfe möglichst viele Tiere zu kastrieren. Ein zwölf- bis fünfzehn Stunden Tag folgte dem nächsten und wir hatten nicht einmal Zeit, über die viele Arbeit auch nur ansatzweise nachzudenken. Des Angebotes überglücklich, versuchten einige Tierschutzvereine (eigentlich alle) immer ein paar Tiere mehr zu bringen. Es handelte sich um eine andere Art des Tierschmuggels. „Könnt ihr diese fünf Katzen nicht auch noch machen?“ oder „wir haben da noch vier Hündinnen…“ begleitete jeden Morgen das Einstallen. Dann warteten unsere Kandidaten mit leeren Bäuchen auf ihren Aufruf in Form der Beruhigungsspritze um eine Stunde später mit verklärtem Blick wieder aufzuwachen.

  • Katzen: 0 | 5
  • Hündinnen: 23 | 25
  • Rüde: 1 | 1
  • Andere OP`s: 2 | 2
  • Insgesamt: 24 | 31 + 2
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